Die große Wäsche fällt fürs Erste aus….

Das Schülerteam der Eisbären Juniors Berlin ist etwas müde nach nahezu 48 Stunden Rückreise in Berlin-Tegel gelandet. Leider liegt noch ca. 2/3 des Gepäcks in London-Heathrow (hoffentlich), sodass die Freude über die Ankunft etwas getrübt wird. Nun gilt es Daumendrücken und öfters mal hier:

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vorbeizuschauen!

Das Schülerteam in der Overtime in London….

leider startete das Schülerteam schon verspätet in Vancouver! Trotz großen, physischen Einsatzes von Klaus Wick ließ sich nicht verhindern, dass wir nun im Hotel in London auf unseren Abflug warten. Es gibt wirklich Schlimmeres. Ganz klar, Britisch Airways lässt sich nicht lumpen. Es gibt ein schönes Hotel, leckeres Abendbrot und ein grandioses Frühstück. Gleich beginnt unsere letzte Etappe.

Tag 10 – Abreise

Am letzten Tag empfing uns Vancouver grau und verregnet.

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Der Tag stand im Zeichen der Abreise. Beim Frühstück erfuhren wir, dass sich unser Abflug von Vancouver um zwei Stunden nach hinten verschiebt. Das hatte zur Folge, das wir den Anschlussflug von London nach Berlin verpassen würden und in London übernachten müssten. Jetzt war unser gute Seele Klaus gefragt. Er versuchte mit der Airline Kontakt aufzunehmen.

In der Zwischenzeit hatten wir noch einen Programmpunkt: wir wollten uns auf dem Tower von Vancouver mit einem schönen Ausblick verabschieden. Wie beim Berliner Fernsehturm gibt es neben der Aussichtsplattform ein Restaurant, wo in 60 Minuten eine komplette Runde zurückgelegt wird. Wir wollten es genießen, also ging es ins Restaurant. Anschließend war Zimmerabnahme und Auschecken angesagt. Der Bus war pünktlich am Hotel. Der letzte Programmpunkt für diese Reise war ein Outlet-Center in der Nähe des Flughafens. Hier hatten die Jungs die Möglichkeit ihre letzten Dollar zu investieren. An Hand der Tüten war zu sehen, dass sie fündig wurden und Erfolg hatten. Hier stieß Klaus zu uns und hatte Neuigkeiten.

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Der Flug von Vancouver nach Heathrow geht erst um 23:15 Uhr. Von dort geht es nach Frankfurt und dann weiter nach Berlin. Wenn alles gut geht, landen wir am Samstag den 06.02.16 um 21:15 Uhr in Berlin. Jetzt hatten wir viel Zeit und Langeweile war angesagt. In der Hoffnung, dass keiner einen Koller bekommt, verabschiede ich mich für heute.

Andreas Gensel

Tag 9 – Wasserflugzeug und NHL

Der 9. Tag stand ganz im Zeichen von Vancouver.  Nach dem Frühstück hatten alle Freizeit.  Beim Erkunden der City war zu spüren, wie Vancouver pulsiert. Die Stadt wirkt nicht hektisch, doch irgendwie laut – egal in welcher Straße man war.

Um 12:00 Uhr trafen wir uns alle in der Lobby unseres Hotels. Von dort gingen wir gemeinsam zum Hafen, wo Raimo für alle ein Rundflug mit dem Wasserflugzeug organisiert hat.

Alle waren sehr aufgeregt. Mit 12 Personen ging es an Bord. Obwohl es regnete, hatten wir eine sehr schöne Sicht über Vancouver und alle waren begeistert.

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Der nächste offizielle Programmpunkt stand um 17:30 Uhr an. Wir hatten Karten, auf den stand Eisbären Juniors Berlin für das NHL-Spiel, Vancouver-Canucks vs. Columbus. Die Mannschaft zog ihre weißen Trikots über und nach 15 min. Fußweg standen wir vor der „Rogers-Arena“. Hier hatte Kanada 2010 bei den Olympischen Spielen gegen die USA im Finale die Goldmedaille gewonnen.

Wie das bei den Spielen so ist, war in der Halle viel Trubel, an jeder Ecke gab es was zu sehen und die Jungs hatten keine Probleme sich die Zeit bis zum Spiel zu vertreiben.

Unsere Karten waren Fortlaufend, so saßen alle beieinander und wir waren ein beliebtes Motiv für den Videowürfel. Die Mannschaft machte den Spaß mit und bei jeder Einblendung zeigte sie Aktivitäten. Die Halle war zu ¾ gefüllt. Das Spiel selber sorgte nicht unbedingt für Begeisterung. So hatte die Stimmung in der Halle Theater-Charakter. Obwohl nach Spielanteilen, Torschüssen und Chancen Vancouver das bessere Team war, stand es nach 60. min. nur 1-1. Spanend war jetzt zu sehen, wie das mit dem 3-3 in der Over Time lief. Das machte Spaß, es war viel Bewegung und Intensität zu sehn. Bei Strafe Columbus, ging 4-3 Vancouver weiter. Der Wille bei Vancouver war zu spüren aber beim Torwart von Columbus war immer Endstation. So ging es ins Penaltyschießen. Der Letzte Spieler von Columbus verwandelte und sorgte somit für den 1-2 Endstand. Das Spiel ging am Ende fast 3h.

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Beim gemeinsamen Heimweg waren sich alle einig, das es trotzdem Spaß gemacht hat.

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Tag 8 – Das letzte Spiel

Am heutigen Mittwoch, dem achten Tag dieser schönen und ereignisreichen Reise, war um 9:00 Uhr Frühstück angesagt. Beim Frühstück wirkte der gestrige Tag noch nach.

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Es bestand ein hohes Mitteilungs- als auch Austauschbedürfnis.

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Um 10:30 Uhr ging es zu einem wichtigen Termin für die Jungs. Zum Hockeystore! Da wir mit der gesamten Mannschaft in den Store einfielen, hatte Simon erst einmal 10% Rabatt verhandelt und los ging es. Da beim Winterclassic die Schlittschuhe arg gelitten hatten, wurden in der Zeit erst mal alle geschliffen. Mittlerweile hatte heftiger Regen eingesetzt. Gegenüber des Hockeystores befand sich noch eine große Mall. Also erst einmal im Kaufrausch ging es gleich weiter. Nach dem alle glücklich und zufrieden waren, ging es zum letzten Spiel bei dieser Reise nach North Delta.

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Wiederum war es ein U17 Team gegen das die Eisbären antraten. Nachdem die Nationalhymne gesungen war, ging es zu meiner Freude gleich mit hoher Laufbereitschaft, Intensität und vor allem mit Spielfreude los.

IMG_5083Bereits in der zweiten Minute gelang Taro nach Zuspiel von Nino die 1:0 Führung. Diese Kombination sollte noch dreimal zuschlagen. Zunächst gelang dem Gegner, noch der 1:1 Ausgleich.

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Fünf Minuten vor der Pause erzielte die schon erwähnte Kombination 2:1. So ging es in die erste Pause. Es machte Spaß…die Mannschaft sollte das Spiel weiter genießen und die Intensität hoch halten. In der 1. min nach der Pause wieder die Kombination 3:1 für die Eisbären, und Taro hatte einen Hattrick. Mützen flogen aufs Spielfeld. Der Gegner ließ nicht locker, 25.min das 2:3. Aber die Eisbären hatten Spaß und ließen sich nicht beeindrucken. Diesmal war Nino an der Reihe, einen langen Pass verwandelte er souverän mit der Rückhand zum 2:4…so ging es in die 2. Pause. 4:2, da war doch was?! Genau das gefährlichste Ergebnis.

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Obwohl die Eisbären spielbestimmend blieben, gelang dem Gastgeber 3 min vor Schluss, der 4:4 Ausgleich. Wie gesagt die Eisbären hatten Spaß und wollten den Sieg. Nur eine Minute später erhöhten die Eisbären nochmals den Druck und Tim Junge gelang in der dritten Welle aus der Drehung die erneute Führung zum 5:4. Nur noch 45 Sekunden zu spielen. Bully vor dem Tor der Eisbären, der Gegner zog den Torwart, brachte einen 6. Feldspieler. Olli, am Bully total abgezockt gewann den Puck nach vorne, eine geschickte Täuschung und der Weg war frei zum gegnerischen Tor.  Endstand 6:4! Die Freude war groß. Die Eisbären haben sich sehr gut verkauft und bekamen Applaus. Nach dem Spiel gab es wieder in lockerer Atmosphäre ein gemeinsames Abendbrot. Somit war der sportliche Teil der Reise beendet. Am Ende standen 3 Siege 3 Niederlagen gegenüber.

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Die Ergebnisse sind nur die halbe Wahrheit. Als Trainer muss ich den Eisbären ein positives Auftreten in der Gesamtheit bescheinigen und bin stolz wie das Team die Eisbären Berlin und Deutschland  repräsentiert haben. Somit ging erneut ein Erfolgreicher Tag zu Ende.

Andreas Gensel

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Tag 7 – Volle Pulle Vancouver!!!

Ich hatte ja geschrieben, dass ich über die Fahrt von Kelowna nach Vancouver berichten wollte.

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Vor uns lagen ca. 400 km. Es war dunkel und ein heftiges Schneetreiben. Der Highway an sich war nicht mehr zu erkennen. Der Busfahrer, Bob, wirkte eher entspannt. Auch als mitten auf der Strecke die ersten liegengebliebenen Trucks auftauchten. Souverän umfuhr er sie und weiter ging es. Nach ca.150 km war das Gröbste vorbei auch das Schneetreiben hörte auf. Aber jetzt musste Bob an der nächsten Raststätte doch erst mal anhalten und bei einem Kaffee durchatmen.

Um 23:00 Uhr sind wir in unserem Hotel in Vancouver/Downtown angelangt. Es ist ebenfalls ein Delta-Hotel. Nach der Zimmerverteilung gab es noch einen Snack der vom Hotel vorbereitet war. Danach ging es auf die Zimmer. Hier war das Erstaunen groß. Unsere Zimmer sind sehr komfortable Suiten, mit überragendem Ausblick.

Der heutige Tag stand unter dem Motto „Sightseeing“.

Nach dem Frühstück konnte jeder bis 11:30 Uhr das unmittelbare Umfeld erkunden.

Da unser Hotel mitten in Downtown steht – viel das nicht schwer.

Der offizielle Rahmenplan begann mit einem Besuch auf Granville Island. Eine am Hafen gelegene Ansammlung von Markthallen. Hier können landesübliche Waren, Lebensmittel und Handwerkskunst der Ureinwohner erworben werden.

Von hieraus hat man einen guten Blick auf die Skyline auf Vancouver. Wir hatten 90 min Zeit, viel Spaß, und die Zeit verging viel zu schnell.

Weiter ging es in den Stanley Park, auch dieser liegt direkt am Wasser und beherbergt eine Vielzahl von Toten-Pfählen. Wir waren noch lange nicht am Ende.

Das nächste Highlight, war der Capilano Suspension Bridge Park. Hier wurde, mitten hinein in den Wald, zwischen den Bäumen, Hängebrücken und an Felsen herausragende Plattformen gebaut. Alles in Harmonie mit der Natur… es war sehr beeindruckend.

Zwei Stunden aktive Bewegung war angesagt. Bekanntlich hat der Tag 24 h, und Fernsehen kann man auch zu Hause. Also ging es weiter nach „Grouse Mountain, The Peak of Vancouver“.  Ein angesagtes Skigebiet für die Vancouver. Mit der Seilbahn ging es auf 3000 m. Wenn man von „Ausblick“ und „wow“-Effekt reden will…dann jetzt. Vancouver als Lichtteppich, die Skihänge  erleuchtet. Wer jetzt fragt „…und was macht ihr da oben“, wir spielen von 20:00-21:00 Uhr unser Winterclassic.

Die Jungs wählten 2 Mannschaften…und ab ging es. Alle hatten Spaß. Wer am Ende gewonnen hat weiß ich nicht, ist auch egal.  Besser konnte der Tag nicht ausklingen. Auf der Rückfahrt war ausgelassene Stimmung, es gab viel zu erzählen. Um 23:00 Uhr war Ankunft im Hotel. Ein langer und ereignisreicher Tag ging zu Ende. Alle freuten sich auf das Bett in unseren schönen Suiten.

 

Andreas Gensel.

Tag 6 – Kelowna, Winfield, Joe Sakic und Ankunft in Vancouver

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Der 6. Tag in Kelowna war zwei geteilt. Am Vormittag, nach dem Frühstück, hatte die Mannschaft Freizeit. Unser Hotel lag an der Einfallstraße in die City. Es ist typisch für Kanada, dass dort viele Malls ihren Standort haben. So nutzte ein Großteil der Jungs die Zeit zum Shoppen.DSC06746

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Um 13.30Uhr war dann wieder Hockey-Zeit. In einer alten, aber gepflegten Eishalle ging es gegen Pursuit of Execellence (aus der CSSHL Liga).

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DSC06780Im Gäste Team spielte mit der Nr.19 Chase Sakic, Sohn der NHL Legende Joe Sakic. 1378 Spiele, 625 Tore, 2x Stanley-Cup-Gewinner sprechen für sich. Das Spiel wurde von beiden Seiten intensiv geführt. Beide Teams waren bemüht spielerische Akzente zu setzen.

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Die Eisbären gingen bereits in der 4 min mit 1-0 durch Taro Jentzsch in Führung. Eigentlich waren sie auf einem guten Weg. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über. In der 12. min gelang dem Gegner der 1-1 Ausgleich. So ging es in die erste Pause. Da ich mir dieses Spiel von der Tribüne ansah, Simon und Hardy die Mannschaft coachten, war ich gespannt wie die Eisbären zurückkommen würden. Das Spiel fand weiter auf Augenhöhe statt. Bereits in der 1. min konnten die Eisbären durch Olli Noack mit 2-1 in Führung gehen.  Der Gegner hatte sich auf unsere 1. DSC06758Reihe eingestellt und versuchte Taro und Nino aus dem Spiel zu nehmen. Das gelang ihnen immer besser. Gleichzeitig hatten sie ja ihre eigene Nr. 19 – Sakic. Der Junge ist der beste Beweis, dass Talent vererbbar ist. Mit einem Hattrick brachte er sein Team bis zum Ende des 2. Drittels mit 3-2 in Führung.  Im letzten Abschnitt ging den Eisbären der Faden immer mehr verloren. Vieles lief nur noch über Einzelaktionen, verbunden mit Strafen. Die Letzte nutzte der Gastgeber zum 4-2, dem Endstand.

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Nach dem Spiel, wurden wir vom Gastgeber zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Nach ca. 10 min Fahrweg landeten wir an einem Logistikcenter. In einer Halle hatte das Team ihren Athletikbereich.

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Es hat nichts geglänzt, aber ich war trotzdem beeindruckt. Neben einer Kardio- und Gym-Strecke, gab es einen Hockey-Rink in der Größe eines Drittels zum Techniktraining, ein Schlittschuhlaufband mit Schussanlage. In einem größeren Freiraum, waren Tische und Stühle aufgebaut. Das reichhaltige Buffet sah sehr lecker aus. Beim Anstehen kamen beide Teams schnell in Kontakt. Man vermischte sich an den Tischen.

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DSC06827DSC06818Es entstand eine sehr lockere und informative Atmosphäre. Wie Sportler so sind, traf man sich nach dem Essen zu gemeinsamen Aktivitäten und es herrschte schnell ein reges Treiben in der gesamten Halle. Wir mussten die Jungs regelrecht überzeugen in den Bus ein zu steigen. Wir hatten noch 5 Stunden Fahrt nach Vancouver vor uns. Mittlerweile hatte Schneetreiben eingesetzt. Wie und wann wir angekommen sind, schreib ich morgen.

(Wir sind natürlich gut angekommen)